Zellendorf – Nur fliegen ist schöner
Der 1217 erstmals urkundlich erwähnte Ort hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Der Überlieferung nach starben 1635 fast alle Einwohner an der Pest; zugleich hatte der 30-jährige Krieg das Dorf schwer verwüstet.
1826 trifft Zellendorf ein 3-jähriger Heuschreckenfraß, und 1839 werden viele Gehöfte ein Opfer der Flammen.
So beschlossen die Kirchenältesten die Erneuerung des alten, desolaten Gotteshauses. Mitte Oktober 1849 wurde sie nach umfangreichen Bauarbeiten mit einem Abendmahlgottesdienst wieder den Gläubigen übergeben. Sie ist wegen der für den Fläming untypischen Fachwerk-Bauart ein sehr interessantes Bauwerk, ebenso wie das 1908 bezogene, aus gelben Klinkern errichtete alterwürdige Gutshaus. Der aus der Altmark stammende Gutsherr Paul Günter kam 1900 nach Zellendorf und hatte große landwirtschaftliche Pläne. 1908 bezog er das Gutshaus, welches durch den angebauten Erker an ein Schloss erinnert.
Zur jüngsten Geschichte Zellendorfs gehört der 1991 mit viel Engagement entstandene Verkehrslandeplatz der Fläming Air GmbH. Daneben wird sowohl eine Flugschule als auch ein Luftfahrttechnischer Betrieb (Werft) unterhalten.
Das Restaurant „Stolpervogel“ errichtete Ferienhäuser, und die jährlichen Flugtage machen Zellendorf zu einem lohnenden Ausflugsziel.
Durch Zellendorf zieht sich die Landesstraße L715. Am Ortsausgang Richtung Sachsen-Anhalt liegt das Domizil des Zellendorfer Sportvereins mit Sportlerheim, Turnhalle und zwei Fußballplätzen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden hier ideale Bedingungen für die Lieblingssportart der Männer.




