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Wölmsdorf

Aus dem Jahre 1221 stammt die erste schriftliche Erwähnung dieses kleinen beschaulichen Flämingdorfes, zuerst als Wenemaresdorf, später als Welmersdorff und Wilmsdorf benannt.
Das Kloster Zinna erwarb den Ort um 1225, welcher fast ausschließlich einem gewissen Gottfried von Spandau gehörte.
Dann wurde Wölmsdorf eine „preußische Enklave“ und lag nach 1635 mitten im sächsischen Gebiet. Wölmsdorf war dadurch ein Zufluchtsort für alle, die nach den strengen sächsischen Gesetzen des Landes verwiesen wurden. Es zogen auch junge Burschen nach Wölmsdorf, um der Aushebung zum Militär zu entgehen. So konnten für die Höfe billige Knechte gewonnen werden. Diese Zeit war auch für den Pfarrer schwierig. Er musste während des 7-jährigen Krieges in Wölmsdorf Siegesfeste feiern, während er in Niedergörsdorf trauerte.
Im Jahr 1868 wurden 6 Gehöfte des nördlichen Dorfes durch ein Feuer zerstört.
An der Nordgrenze von Wölmsdorf erinnert seit 1899 ein Denkmal an das Massengrab von 1813.
Mittelpunkt der als Sackgassendorf angelegten Ortschaft ist die rechteckige Feldsteinkirche mit barockem Dachturm aus dem 14. Jahrhundert. Aus Feldsteinen wurde 2005 das alte Fugenbild wieder hergestellt.
Durch die Entstehung von Siedlungshäusern in den Jahren 1959/60 sowie den Bau von Eigenheimen nach der Wende wurde Wölmsdorf erweitert.
Dorffeste und Familienfeiern finden auf der sogenannten Festwiese statt; das große Osterfeuer sowie das Feuer am 1. Weihnachtsfeiertag dagegen auf einem idyllischen Fleckchen am anderen Ende des Ortes.

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