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Wergzahna

Wergzahna ist der westlichste Ortsteil der Gemeinde Niedergörsdorf und bildet somit die Grenze zu Sachsen-Anhalt.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1190. Sicher war es die wunderschöne waldige Auenlandschaft, welche ab 1961 bzw. 1974 und 1981 Menschen anlockte, die sich im damaligen Waldweg am Bach Wochenendhäuser errichteten.
Kultur und Natur können in Wergzahna mit alter Geschichte verbunden werden; südlich des Ortes befindet sich ein bronzezeitliches Hügelgräberfeld mit 22 Grabhügeln. Es wird angenommen, dass sich hier eine wichtige Begräbnisstätte befand. In Hügelgräbern stand die Urne auf einem kleinen Erdhügel, über den ein größerer aufgeschüttet wurde. Sie wurden 1966/67 im Rahmen von Meliorationsarbeiten am Graben abgetragen. Die Grabinhalte wurden bereits vor dem 1. Weltkrieg dem Museum Treuenbrietzen bzw. Halle übergeben.
Bis zur Lutherstadt Wittenberg sind es nur 15 km, aber auch die Dorfkirche mit Marienstatue am Altar ist sehenswert. Sie entstand 1170 mit der Besiedlung durch die Flamen (Albrecht der Bär) und war damals die größte im Umkreis. Die Kirche ist ein spätromanischer Feldsteinbau mit Apsis.
1430 wurde die Kirche durch Husiten zerstört, danach wurde eine kleinere Kirche innerhalb der alten Mauern wiederaufgebaut. Die Südseite (1 m dick) blieb erhalten, die anderen 3 Seiten wurden mit einer Stärke von 0,82 cm neu errichtet. Die übrigen Steine wurden für die Friedhofsmauer bzw. andere Bauten im Ort verwendet. 1686 erhielt die Kuppel eine Wetterfahne. Ein Holzbalken mit Prägedatum aus dem Jahr 1767 zeugt von einer ersten Innenrenovierung. Der Turm wurde 1935 saniert, 1968 und 1993 der Innenbereich.

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