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Niedergörsdorf – Am Fuße des Denkmalsberges

Niedergörsdorf vom Denkmalsberg

Die Dorfchronik von Pastor Zimmermann gibt Aufschluss über die Entstehung und den Namen des Dorfes.
Niedergörsdorf heißt es wegen seiner tiefen Lage. Die einen leiten den Namen vom Markgrafen Gors von Meißen her, andere von einem Kolonisten, unter dessen Anführung die Einwanderung erfolgt sei.
In der Stiftungsurkunde der Kirche „Unserer lieben Frauen“ wird ein Gerosdorf erwähnt und in der Stiftungsurkunde des Archivdiakonats von Jüterbog aus dem Jahre 1174 vom Bischof Siegfried aus Brandenburg wird ein Gero als Zeuge angeführt.
Wer einen besonders eindrucksvollen Blick auf Niedergörsdorf haben möchte, der sollte den Denkmalsberg aufsuchen. Dort steht der am 6. September 1817 eingeweihte, viereckige, gotisch verzierte Obelisk auf einem Sockel aus Sandstein und erinnert an die schweren Kämpfe von 1813. Der Entwurf stammt vom berühmten Baumeister Karl-Friedrich Schinkel.  Die FLAEMING-SKATE führt direkt am Obelisk vorbei. Der Besucher hat von dieser Stelle aus eine wunderschöne Sicht über Niedergörsdorf. Vorn sieht man das alte Bauerndorf Niedergörsdorf, halblinks im Hintergrund den ehemaligen Ortsteil Bahnhof. Diese ursprünglich reine Handwerkersiedlung entstand durch die Einweihung des Bahnhofes am 1. August 1898 und wurde durch das wuchtige Gebäude der alten Mühle geprägt. Heute bestimmen Wohnblöcke und Eigenheime das Straßenbild. In der KITA „Kinderland“ werden rund 80 Kinder betreut, gebildet und erzogen. Bis 2003 gab es die Ortsteile Dorf und Bahnhof.
Die Feldsteinkirche in der Mitte des bäuerlich geprägten Straßendorfes Niedergörsdorf ist das älteste Bauwerk. Sie ist eine der großzügigsten Dorfkirchen der Region und wurde vor ca. 800 Jahren erbaut. Altar, Taufstein und Kanzlei stammen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Kirche bildet zusammen mit Pfarrhaus und ehemaliger alter Schule den zentralen Bereich des Ortes.
Hier befindet sich auch ein weiterer Gedenkstein für die Schlacht bei Dennewitz. Seine Inschrift lautet

„Schutz bot einst unser Kirchlein
Vätern in drohender Kriegsnot
6. Sept. 1813, 2 – 3 Uhr
Drum zum Gedächtnis dies Mal
stiftet die freundliche Hand
1904“

An der Straße nach Gölsdorf steht das Artilleriedenkmal, welches 1902 zur Erinnerung an die Schlacht zweier preußischer Batterien gegen eine französische Division errichtet wurde.
Am Ortsausgang Richtung Wölmsdorf befindet sich das Verwaltungsgebäude der Gemeinde Niedergörsdorf. Es bildet im Komplex mit Betrieben, Feuerwehrgerätehaus und der landwirtschaftlichen GmbH den gewerblichen Teil des Dorfes.
Unweit davon befindet sich das große Gebäude der früheren Polytechnischen Oberschule. Leider ist durch die demographische Entwicklung auch in unserem Dorf einiges verloren gegangen: außer der Schule auch die Post, der Lebensmittelladen und die Gastwirtschaft.
Traditionell organisieren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr das Oster- und Herbstfeuer. Mitglieder des Niedergörsdorfer Sportvereins treffen sich zum Volleyballspielen in der Turnhalle oder sonntags auf dem Sportplatz, um die Kinder- oder Männermannschaften lautstark zu unterstützen.

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