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Kurzlipsdorf – vom Wasserwerk zum Dorfgemeinschaftshaus

In schriftlichen Quellen wird Kurzlipsdorf erstmals 1331 als „Lubesdorf“ erwähnt. Seit 1504 ist „Kortlubistorff“ zur Unterscheidung von Langenlipsdorf überliefert.
„Kurz“ deutet dabei auf das „kleine“ Straßendorf hin; „lips“ steht für Philipp, welcher wahrscheinlich der Gründer des Ortes war.
Kurzlipsdorf stand um 1528 im Pfandbesitz des Jüterboger Nonnenklosters. Später war das Amt Wittenberg Ortsbesitzer. Im Jahr 1818 gab es 95 Einwohner und 14 Häuser, eine Schule sowie eine Windmühle. Letztere hatte 1947 ein Sturm stark beschädigt; so wurde sie in den 1960er Jahren abgerissen.
Die Kurzlipsdorfer Dorfstraße weitet sich in Richtung Danna platzartig auf. Dort steht, etwas erhöht und in auffälliger Randlage, die Kirche. Der Feldsteinbau mit ungewöhnlich kurzem Schiff ist das Ergebnis eines Teileinsturzes mit anschließendem Wiederaufbau. So handelt es sich im Kern um einen Bau des mittleren 13. Jahrhunderts.
Hinter dem Kirchengelände befindet sich auf dem höchsten Punkt im Ort das ehemalige Wasserwerk. Der Platz um die Zisterne wird jetzt als Spielplatz genutzt; im Winter dient der Erdhügel der Wasserzisterne als Rodelberg. Für Feierlichkeiten (z. B. das Dorffest)  ist dies der ideale Ort, da er sich abseits vom durchlaufenden Straßenverkehr befindet.
Das jüngste Projekt – von außen kaum zu erkennen – entsteht unter dem Hügel des ehemaligen Wasserwerkes: ein außergewöhnlicher Dorfgemeinschaftsraum.

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