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Kaltenborn – Am Brunnen vor dem Tore

Kaltenborn - Spiel von Geisterhand

Die urkundliche Ersterwähnung von „Kadenburnen“ geht auf das Jahr 1225 zurück. Der Ort ist umgeben von einem prähistorischen Schutzwall. Dieser wurde zum Abfließen des Schmelzwassers angelegt und verhinderte schon so manches Mal ein drohendes Hochwasser.
Kaltenborn bedeutet „kalter Brunnen“. Spätere Schreibweisen waren u. a. Caldenborne und Kaldenbornhe. Spendenfreudige, engagierte Kaltenborner wollten den Namen aber nicht nur auf den Ortsschildern lesen, bauten deshalb 1998 vor dem ehemaligen Pfarrhaus mitten im Dorf einen Brunnen nach und weihten ihn mit dem allseits bekannten wie beliebten Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ ein. Seither finden an diesem schönen Fleckchen Brunnenfeste und andere gesellige Feiern statt.
In unmittelbarer Nachbarschaft ragt der Turm der frisch sanierten, spätromanischen Feldsteinkirche empor. Sie entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und erhielt nach einem Brand 1785 einen hohen achtseitigen Dachturm aus verschiefertem Fachwerk. Den maroden Zustand der Turley-Orgel fotografierte eine Kaltenbornerin, nannte das Bild „Spiel von Geisterhand“ und gewann damit 2003 den MAZ-Fotowettbewerb. 2006 wurde die Orgel restauriert und erklingt seitdem nicht nur während der Gottesdienste, sondern auch zu regelmäßig stattfindenden Orgelkonzerten.
Alt eingesessene Kaltenborner berichten davon, dass zwischen Kaltenborn und Niedergörsdorf, im Kesselgrund, ein Schatz zu finden sei. Dieser befand sich auf einer Pferdekutsche, die vom Wege abkam und umkippte. Der Sage nach konnten nur 7 junge Männer mit Namen Hans den Schatz heben. Sie durften dabei jedoch keinen Laut von sich geben. Als der Schatz schon fast geborgen war, konnte ein Hans den Mund nicht halten und rief „ Gleich geschafft“ und die Kostbarkeit war für immer versunken.

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