Sie befinden sich hier: Gemeinde & Verwaltung » Ortsteile » Gölsdorf 

Gölsdorf – vom Bauerndorf mit Kopfsteinpflaster zum dynamischen Dorf an der FLAEMING-SKATE

Gölsdorf

1195 wurde Gölsdorf erstmals urkundlich erwähnt und ist damit eine der ältesten Siedlungen der Region.
Existenzgrundlage der Menschen war die Landwirtschaft. Als Bauern stellten sie die Grundlage für das tägliche Brot her, gestalteten und erhielten die Kulturlandschaft.
Daran wurde 2002 mit eindrucksvollen Bildern des Festumzuges und durch Ausstellungen alter landwirtschaftlicher Technik auf den geöffneten Vierseithöfen erinnert. Gölsdorf war nämlich Ausrichter des 2. Kreiserntefestes im Landkreis Teltow-Fläming. Die Wahl fiel auf Gölsdorf, weil es sich nach komplexer Dorferneuerung mit sanierter Straße, neuen Nebenanlagen und farbenfrohen Hausfassaden als schmuckes Flämingdorf präsentierte. Sehenswert ist der Dorfkern mit Leiternhaus und historischem Brunnen, aber auch ein Blick in die 1250 aus Granitfindlingen erbaute frühgotische Kirche sollte nicht versäumt werden. Auf dem Friedhof steht ein gusseiserner Sarkophag für den 1813 gefallenen Rittmeister Johann Ludwig von Albenthal. In der Schlacht bei Dennewitz vom 6. September 1813 wurde Gölsdorf drei Mal gestürmt. Daran erinnert ein Gedenkstein mit folgender Inschrift:

„Heiß umtobte dich, Friedhof, die männermordende Feldschlacht.
Rot rann Bruderblut, ach, von der Kirche Altar.“

An der Gölsdorfer Bockwindmühle erinnert der am 6. Mai 1995 im Rahmen der 800-Jahrfeier errichtete Gedenkstein an Friederike Krüger, welche als Mann verkleidet in den Krieg zog und hier verwundet wurde. An ihr Leben erinnerte die Laientheatergruppe „Mühlengeister“ 2004 und 2007 innerhalb eines „Historischen Spaziergangs“. Neben Theateraufführungen hat Gölsdorf jährlich einen prall gefüllten Veranstaltungskalender, der maßgeblich von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr beeinflusst und getragen wird. Dafür stehen Sport- und Kinderfeste, Feuerwehrpokalwettkämpfe, Erntefeste, die lange Tradition der Oldie-Disco sowie die lustigen Programme zu Fastnachten.Ja, und manchmal werden die Höhepunkte des Dorflebens auch in den nahegelegenen Wald, nach Weidmannsruh verlegt. Dort findet traditionell am ersten Samstag im Jahr das Neujahrsblasen statt.

print
PDF