Danna – Feiern im einstigen Schulhaus

Die erste urkundliche Erwähnung des kleinen Dorfes Danna geht auf das Jahr 1190 zurück. Der Ortsname lässt auf eine waldreiche Umgebung schließen, denn neben „Dhanna“ und „Danne“ überliefern Chroniken auch die Schreibweise „Thanne“.
Von 1533 bis 1894 gehörte Danna „in die pfarr Blonstorff“, so dass die Geschichte beider Dörfer eng miteinander verbunden ist.
Danna gehörte bis 1952 zum Kreis Wittenberg in der Provinz Sachsen. Nach 1945 kamen Neubauern und Umsiedler nach Danna. Sie bauten ihre Häuser in der heutigen Karl-Marx-Straße.
Wie in vielen Flämingdörfern, so prägt auch in Danna die Kirche das Ortsbild. Sie ist ein neuromanischer Backsteinbau mit Apsis und Westturm von 1885.
In unmittelbarer Nähe befindet sich – ebenfalls typisch für unsere Flämingdörfer – die alte Dorfschule. 1829 wurde sie vom Schulverband Blönsdorf und Mellnsdorf abgetrennt, und Danna besaß somit eine eigene Schule. Längst wird in dem roten Backsteingebäude nicht mehr unterrichtet; hier traf sich bis 1997 die Gemeindevertretung von Danna und Eckmannsdorf.
1998 wurde Danna Ortsteil der Gemeinde Niedergörsdorf. Mit großem Engagement vieler Dannaer entstand am einstigen Bildungsort im Schulhaus ein Dorfgemeinschaftsraum; zum Feiern, kreativen Basteln oder – je nach Legislatur – zum Gang an die Wahlurne.


